Das Gerben von Schaffellen
Die Schmutzweiche
Hier werden die Felle von grobem Schmutz (Blut, Kot, Urin) und von Konservierungsstoffen (Salz) entfernt.
Die Weiche
Nun werden die Rohhäute in ein Bad aus Wasser (bei Schaffellen bis zu 750% bezogen auf das Rohhautgewicht) 2 Tage eingelegt um den natürlichen Wassergehalt der Haut wiederherzustellen. (Auf dem Bild ist zu erkennen, dass zu wenig Wasser vorhanden ist, dies dient dazu, dass man es besser sieht)
Entfleischen
Jetzt kann man entfleischen, dazu nimmt der Gerber den Scherdegen und, wenn man so etwas nicht besitzt, kann man es auch mit einem scharfen Messer versuchen.
Pickel
Als nächstes erfolgt der Pickel. Hierzu wird in das Gerbgefäss (z.b. Regentonne) Salz gegeben (der Be` muss bei 6 liegen oder drüber um eine Säurequellung zu vermeiden) und Säure (Ameisensäure oder Essigsäure) hineinbegeben bis der pH-Wert bei ca. 2 liegt (Leitungswasser hat einen ph von 7). In dieser Flotte bleibt die Haut nun eine Woche.
Gerbung
Nun erfolgt die Gerbung hier kann man sich nun für verschiedene Gerbmittel entscheiden z.b. Aluminumgerbstoff oder Chromgerbstoff
Fixierung
Durch das Anheben des pH-Wertes von 2 auf 6-7 wird der Gerbstoff fixiert. Niedriger pH-Wert - kleine Teilchengröße, hoher pH-Wert - große Teilchengröße
Fettung und Trocknung
Nun werden die Felle aus der Flotte geholt und durch Abstreichen, Auspressen vom groben Wasser entfernt. Die Rückseite (Fleischseite) wird mit einem Fett eingestrichen (z.b. Eigelb mit Öl) danach werden die Felle aufgehängt oder mit dem Fell nach unten auf eine Palette genagelt.
Kämmen und Walken
Zum Schluss werden die Felle noch gekämmt, um eine schöne weiche Wolle zu bekommen und die Lederseite wird immer wieder über eine Türkante gezogen, um das Leder weich zu machen.
Fertig ist das gegerbte Schaffell